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SMD Platine im Tonertransfer – Teil 2

Nachdem das Vorbereiten und Ätzen der Platine geklappt hat, mußten eigentlich nur noch die Bauteile aufgelötet werden. Um es für die ersten SMD-Lötversuche nicht zusätzlich kompliziert zu machen, habe ich mich bei den Bauteilen für die Größe 1206 entschieden. Das entspricht ungefähr einer Größe von 3,2 mm x 1,5 mm für ein einzelnes Bauteil.

Die Kosten für die Bauteile halten sich auch in Grenzen. 2 Gurte zu je 50 Stück SMD Widerstände mit 860 Ohm waren bei Ebay für 1,89 Euro zu haben. Das sind knapp 2 Cent pro Widerstand. 10 rote LEDs haben mich 1,79 Euro gekostet. Da ich 3 LEDs in Reihe geschaltet habe, die mit 12V betrieben werden sollen, sind die 860 Ohm eigentlich ein wenig groß. Am Ende fließt ein Strom vom knapp 5mA pro LED-Strang. Allerdings sind die Widerstände groß genug, um als einzelner Vorwiderstand für nur eine LED bei 12V verwendet zu werden. Damit passt es also doch und für einen Test sollten die 5mA pro LED genug Helligkeit liefern.
Die ersten Lötversuche habe ich mit den Widerständen gemacht. Zum Einen habe ich genug davon, falls einer verloren geht, oder in Lötzinn ertrinkt, zum Anderen dürften die Widerstände etwas weniger hitzempfindlich sein, als die LEDs und die Polung ist egal. Der erste Schritt ist das Aufbringen eines kleinen Lötpinkts auf eines der beiden Lötpads des Widerstands auf der Platine. Das habe ich für alle drei Widerstände gemacht. Danach kann man einen Widerstand mit einer kleinen Pinzette greifen und mit einem Ende auf den Lötpunkt setzen. Vorausgesetzt man bekommt das Dinges aus der Verpackung. Im Nachhinein betrachtet war das Entnehmen der Bauelemente aus den Transportgurten die größte Herausforderung an meine Feinmotorik. Sitzt der Widerstand einigermaßen gerade auf dem Lötpunkt, kann man diesen mit dem Lötkolben kurz erhitzen, so das er schmilzt. Der Widerstand sinkt dann in das flüssige Lötzinn und ist nach dem Abkühlen fest mit dem Lötpad verbunden. Anschliessend wird noch mit ein wenig Lötzinn die zweite Seite auf das Lötpad gelötet. Damit geht das Auflöten der Bauteile viel leichter als erwartet. Eine kurze Probemessung mit dem Multimeter bestätigt auch die 860 Ohm für alle drei aufgelöteten Widerstände, ich habe also auch keinen Kurzschluss beim Auflöten verursacht.
Durch diese ersten Erfolge ermutigt, wage ich mich an die LEDs. Diese sind ein wenig empfindlicher was Hitze angeht und vor allem ist die Polung auf der Platine wichtig. Die Frage ist aber, wie erkennt man bei einer SMD LED wo Kathode und Anode ist? Bei bedrahteten LEDs hat die Kathode in der Regel ein kürzers Beinchen, aber bei SMD? Nun, auf der Rückseite des Bauteils gibt es ein kleines, stilisiertes Schaltzeichen bei dem die Kathode durch einen kleinen senkrechten Strich gekennzeichnet ist. Außerdem erkennt man auf der Kathodenseite einen winzigen grünen Punkt am Rand der LED. Damit war die Einbaurichtung klar. Das Vorgehen ist ansonsten das Gleiche wie bei den Widerständen. Lötpunkt setzen, Bauteil mit Pinzette greifen, auf den Lötpunkt setzen, eine Seite anlöten und danach die zweite Seite anlöten. Erhöhtes Augenmerk gilt dabei immer der Einbaurichtung, denn ist nur eine von drei LEDs falsch herum eingelötet, leuchtet am Ende gar keine.
Um sicher zu sein, teste ich zwischendurch die Schaltung immer mal wieder mit 6V vor dem Widerstand und Masse hinter der letzten LED der Reihe.
Nach kurzer Zeit sind alle 9 LEDs auf die Platine gelötet. Da einer der Vorteil von SMD Bauteilen der ist, das man keine Löcher bohren muss, spare ich mir das auch für die Anschlüsse für Masse und +12V und löte einfach zwei Drähte auf die Pads. Somit steht einem Test der gesamten Platine nichts mehr im Wege:

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